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Laut, stark, erfolgreich!?

Politik und Frauenbewegung im 20. Jahrhundert


Ein historisches Ereignis: Dr. Elisabeth Selbert setzt 1949 im Grundgesetz den Artikel durch: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt". Es kam ihr vor, als habe sie in diesem Moment "einen Zipfel der Macht" in ihrer Hand gehabt.
Die bekannte Historikerin Nadja Bennewitz beleuchtet ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte. Nicht ohne Widerstände und Rückschläge wurde nach 1945 - nach den vielen verlorenen Errungenschaften aus der Weimarer Republik - erneut der Versuch gemacht, Frauen zu einer mit Männern gleichberechtigten Position in Politik, Gesellschaft und im Arbeitsleben zu verhelfen. Gleichwohl bewies das Modell der bürgerlichen Kleinfamilie eine zähe Langlebigkeit, wonach Frauen erst ab 1977 ohne Genehmigung ihres Ehemannes eine Arbeit aufnehmen durften. Alter Mief und patriarchale Bevormundung prägten die bundesdeutsche Nachkriegszeit bis zum Aufbruch der 68er-Bewegung und der in Folge eintretenden feministischen Bewegung.
Diese neue Frauenbewegung übte ohne Zweifel eine starke Wirkung auf Formen des Erziehungswesens, auf Umgangs- und Verhaltensformen, auf die Sprache und auf die Gesetzgebung aus.

Freuen Sie sich auf eine nahezu atemlose feministische Zeitreise, die sich auch in zeitgenössischen Schlagern, Werbespots und Filmsequenzen widerspiegelt und lebendig wird!

Eintritt: 5 Euro

Fotograf: Dieter Binz


Verwurzelt

Bunker Kino spezial - Film und Filmgespräch


In Teilen Österreichs war das Wissen um die Vertreibung der Protestanten nach dem 30-jährigen Krieg großteils verloren gegangen. Um das Schicksal der Glaubensflüchtlinge dort bekannter zu machen, entstand zusammen mit der Gemeinde Kammerstein, um die sich die Exulanten aus dieser Gegend ansiedelten, dieser vielfältig geförderte Film.


Allerseelen - Schmerzhaft schön, Gedanken und Musik zum "Stabat Mater"

Giovanni Battista Pergolesi, Stabat mater, 1736 und Karl Jenkins, Concerto grosso "Palladio", 1996


Die Erinnerung an unsere Verstorbenen zum Fest Allerseelen verbinden wir mit Gedanken aus der christlichen Tradition und moderner Lyrik sowie der eindrücklichen Musik Giovanni Battista Pergolesis und des zeitgenössischen walisischen Komponisten Karl Jenkins.
Das lateinische Gedicht Stabat Mater eines unbekannten Verfassers aus dem 12. Jahrhundert wurde bis in die Neuzeit ca. fünfzig Mal vertont. Nach dem frühen Tod Pergolesis mit nur 26 Jahren im Jahr 1736 war es jedoch seine opernhafte Vertonung, die ihn unsterblich machte und bis heute zu den am häufigsten aufgeführten Werken geistlicher Kompositionen zählt.
Hier verbindet sich die Oper mit intensiver Frömmigkeit. Es ist eine sehr andächtige Musik, die mit dem ergänzenden Concerto grosso des Walisers Karl Jenkins eine reizvolle Kombination von Altem und Neuem, von gefühlvollem Gesang, geschmeidigen Melodien und klaren Linien schafft.
So verliert der Schmerz der Mutter Maria angesichts des Todes ihres Sohnes den dramatischen mittelalterlichen Charakter. Sie wird zu einer menschlichen Frau, die in ihren liebevollen Gefühlen, ihrem Leid für die Mitmenschen und uns alle erreichbar wird.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Der Reinerlös der Spenden kommt der Renovierung der Orgel in St. Emmeram zu Gute.
Ausführende: Andrea Wurzer (Sopran), Adelheid Lang (Mezzosopran) und Mitglieder der Staatsphilharmonie Nürnberg, Stefan Wechsler (musikal. Leitung und Orgel), Kristin Langos (Texte)


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